Kandidaten zum Fernsehfilmpreis:Die Jahresbesten bei 3sat

Nach einem langen Fernsehjahr wird fast vergessen, dass nicht nur die zahllosen "Tatort"-Kommissare das öffentlich-rechtliche Programm bestreiten. 3sat wiederholt nun die zwölf für den Fernsehfilmpreis nominierten Filme. Entscheiden, welcher der beste war, dürfen die Zuschauer.

Katharina Riehl

Joerg Hartmann als Darsteller in "Das Ende der Nacht" (Foto: dapd)

Es gerät ja manchmal in Vergessenheit, nach so einem langen Fernsehjahr, dass all die 84 Tatort-Kommissare gar nicht das komplette öffentlich-rechtliche Programm bestreiten.

In Zusammenarbeit mit dem Fernsehfilm-Festival in Baden-Baden wiederholt der Sender 3sat jeden Herbst die zwölf für den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste nominierten TV-Produktionen der vergangenen zwölf Monate - zum Nachholen oder zum Wiederholen - und lässt die Zuschauer per Telefon oder Internet ihren Film des Jahres wählen. Die Jury in Baden-Baden gibt ihre Entscheidung am 23. November bekannt.

Zweimal nominiert ist Regisseur Matti Geschonneck, einmal mit Das Ende einer Nacht (Montag, 22.25 Uhr), der schon den Deutschen Fernsehpreis gewann: Jörg Hartmann spielt einen Mann, der seine Frau vergewaltigt haben soll, doch im Zentrum stehen Ina Weisse und Barbara Auer als Verteidigerin und Richterin in diesem Fall, der ohne klassische Krimi-Dialoge auskommt. Der Film erzählt vom Scheitern eines gemeinsamen Lebens - ebenso wie Geschonnecks Liebesjahre mit Iris Berben und Peter Simonischek. Ein geschiedenes Paar trifft sich samt neuen Partnern in seinem Haus wieder, das verkauft werden soll (Donnerstag, 22.25 Uhr).

Ein ARD-Sonntagskrimi ist ebenfalls unter den zwölf Filmen, und es ist keiner, bei dem es vor allem um die Aufklärung eines Mordes ginge: Susanne Lothar spielt in einer ihrer letzten Rollen im RBB- Polizeiruf "Die Gurkenkönigin" (Montag, 20.15 Uhr). Nur ein Film aus dem Privatfernsehen ist in der Auswahl für Zuschauer- und Jurypreis: Hannah Mangold & Lucy Palm von Sat 1 (Mittwoch, 20.15 Uhr).

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© SZ vom 17.11.2012 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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