ARD und ZDF:Einnahmen sprudeln

Zahlen bitte: Seit jeder Haushalt herangezogen wird, entwickelt sich der Rundfunkbeitrag zu einer ertragreichen Einnahmequelle für die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. (Foto: Arno Burgi/dpa)
  • Der Rundfunkbeitrag spült den öffentlich-rechtlichen Sendern mehr Geld in die Kassen als bislang bekannt.
  • Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs von ARD und ZDF wollte aber nicht bestätigen, dass die Mehreinnahmen bis Ende 2016 auf 1,5 Milliarden Euro anschwellen, wie von der Bild-Zeitung berichtet.
  • Nächste ausführliche Zahlen zum Aufkommen des Rundfunkbeitrags werden im April 2016 genannt.

Von Karoline Meta Beisel

Die Mehreinnahmen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten durch den Rundfunkbeitrag werden voraussichtlich höher ausfallen als bislang erwartet. "Wir glauben, dass die bisherige Prognose überschritten wird", sagte Horst Wegner, der Geschäftsführer der KEF, der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs von ARD und ZDF.

Wegen der Umstellung auf einen von allen Haushalten zu entrichtenden Beitrag zum 1.1.2013 war man schon vorher davon ausgegangen, bis Ende 2016 1,146 Milliarden Euro zusätzlich einzunehmen.

Genauer Betrag kann nicht genannt werden

Einen Bericht von Bild, wonach die Mehreinnahmen sich nun sogar auf 1,5 Milliarden Euro belaufen könnten, wollte Wegner jedoch nicht bestätigen: "Einen genauen Betrag können wir noch nicht nennen", sagte er.

Ausführlicher Bericht im April 2016

Der nächste ausführliche Bericht soll Wegner zufolge im April 2016 erscheinen. Wegen der erwarteten Mehreinnahmen hatte die KEF den Ländern zuletzt empfohlen, den Beitrag um 73 Cent abzusenken. Diese waren dem Vorschlag aber nur zum Teil gefolgt. Von April an soll der Beitrag um 48 Cent gesenkt werden - auf dann 17,50 Euro im Monat.

© SZ vom 04.02.15 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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