Zweiter Weltkrieg:Die letzten Tage des "Tausendjährigen Reiches"

Die Fronten in Auflösung, Berlin vor dem Fall, der Diktator am Ende: Im Frühjahr vor 75 Jahren ist der Zweite Weltkrieg längst entschieden. Doch weil die Wehrmacht nicht kapituliert, zählen die letzten Wochen zu den blutigsten des Krieges. Fotos aus dem SZ-Archiv.

Von Jeremias Schmidt

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(Foto: SZ Photo)

Im April 1945 stand Hitlers "Tausendjähriges Reich" nach sechs Jahren beispiellosen Vernichtungskrieges am Abgrund. Die Westfront befand sich nach der alliierten Rheinüberquerung in Auflösung, im Osten stand die Rote Armee vor den Toren Berlins. Doch Hitler und die Spitze der NSDAP dachten selbst in dieser ausweglosen Situation nicht daran, zu kapitulieren. Sie waren gewillt, weitere Millionen deutsche Soldaten zu opfern. Von der Ostsee bis zur Steiermark bereitete sich das letzte Aufgebot der Wehrmacht auf den letzten Schlag der Roten Armee vor. Jugendliche mit Fahrrädern und Panzerfäusten, wie hier Anfang April 1945 im Oderbruch, waren häufig das einzige, was die Wehrmacht noch gegen die russischen Panzer aufbieten konnte.

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(Foto: SZ Photo)

Insgesamt drei Stellungssysteme an Oder und Neiße bildeten die sogenannte "Nibelungenstellung", die Berlin verteidigen sollte. Der Befehl dazu kam spät. Erst am 9. März 1945 begannen die verzweifelten Maßnahmen, um noch Befestigungsanlagen vor Berlin ins Erdreich zu treiben. Tag und Nacht wurde die Bevölkerung dazu angetrieben, Schützengräben und Unterstände auszuheben, die anschließend mit den letzten noch verfügbaren Männern besetzt wurden. Reserven zur Abriegelung sowjetischer Durchbrüche gab es längst nicht mehr. Das Bild zeigt eine Abteilung des Volkssturmes mit einem MG 42 an der Oder. Der Mann im Vordergrund ist mit einem primitiven "Volkssturmgewehr" bewaffnet - eine der kruden Notmaßnahmen, zu denen die Wehrmacht 1945 greifen musste.

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(Foto: SZ Photo)

Dabei verfügte das täglich schrumpfende Reich noch über eine nicht unerhebliche Menge kampfstarker Truppen - allerdings außerhalb Deutschlands. Selbst im Angesicht der sicheren Niederlage konnte sich Hitler nicht dazu durchringen, die verbliebenen besetzten Gebiete in Europa zu räumen. So waren Anfang April 1945 immer noch gut zwei Millionen Deutsche Soldaten in Norwegen, Italien, Jugoslawien, den Niederlanden, Ungarn, der Tschechoslowakei und im Baltikum stationiert. Sollte die feindliche Koalition doch noch auseinanderbrechen - so Hitlers illusionäres Kalkül -, könnte man diese Gebiete als Faustpfand für Verhandlungen einsetzen. Unser Bild zeigt zwei in Norwegen stationierte deutsche Soldaten in ihrem Unterstand, Ende 1944.

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(Foto: SZ Photo)

Hitler selbst gab sich trotz allem siegesgewiss und forderte zum unbedingten Durchhalten auf. Am 16. April erinnerte er seine Soldaten in einem Tagesbefehl daran, dass es nur den Sieg über den "jüdisch-bolschewistischen Todfeind" oder Untergang und "Marsch nach Sibirien" geben könne. Viele Deutsche nahmen den Mann, dem sie jahrelang als "Führer" gefolgt waren, auch jetzt noch beim Wort. Unser Bild zeigt Hitler bei seinem letzten Frontbesuch an der Oder im März 1945.

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(Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)

Auch Außenminister Joachim von Ribbentrop (2. v. r.) besuchte noch kurz vor Kriegsende die Oderfront, wie hier am 3. April 1945.

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(Foto: SZ Photo)

Wie der deutsche Befehlshaber an der Oder, General Heinrici, vorausgesagt hatte, stieß die Rote Armee entlang der Reichsstraße 1, die von Ostpreußen nach Berlin führte, auf die Hauptstadt vor. Anstatt die Ufer der Oder zu befestigen, die in Reichweite der russischen Artillerie lagen, wurden daher die Seelower Höhen zum letzten Wellenbrecher vor Berlin erklärt. 120 000 deutsche Soldaten besetzten das ausgeklügelte Stellungssystem, deren letzte Linie, die "Wotanstellung", bis kurz vor Berlin reichte. Um den sowjetischen Vormarsch zusätzlich zu erschweren, wurde der Oderbruch von deutschen Pionieren geflutet und in einen gigantischen Sumpf verwandelt - kaum passierbar für die schweren russischen T-34 Panzer. Das Foto zeigt einen deutschen Soldaten mit einer Panzerfaust in seiner Stellung am 9. April 1945, wenige Tage vor Beginn der Schlacht.

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(Foto: SZ Photo)

Georgi Schukow, der Mann, der Berlin erobern sollte, war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Veteran ungezählter Schlachten. 1939 hatte er gegen die Japaner in der Mandschurei gekämpft, 1941 Moskau gegen die deutschen Truppen verteidigt und zuletzt die Reste der deutschen Ostfront in der Weichsel-Oder-Operation zerschlagen. Die Einnahme Berlins als Kommandeur der 1. Weißrussischen Front wollte sich Schukow nicht nehmen lassen. Doch Iwan Konew, Kommandeur der 1. Ukrainischen Front, hatte seine Truppen ebenfalls gegen Berlin gerichtet. Die Oder bildete nun die Startlinie des Rennens um die deutsche Hauptstadt. Zehntausende russische Soldaten sollten die Egomanie ihrer Kommandeure in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges mit dem Leben bezahlen. Unser Bild zeigt Schukow (Vordergrund) in seinem Gefechtsstand während der Kämpfe um die Seelower Höhen.

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(Foto: SZ Photo)

Der Kampf um die Seelower Höhen begann mit einem Trommelfeuer, gegen das selbst die Artillerieschlachten des Ersten Weltkrieges verblassten. 42 000 sowjetische Geschütze eröffneten in den frühen Morgenstunden des 16. April das Feuer auf die vordersten deutschen Stellungen, die allerdings größtenteils verlassen waren. Um der eigenen Infanterie ein besseres Sichtfeld zu verschaffen, ließ Schukow gigantische Scheinwerfer auf die deutschen Stellungen richten - ein fataler Fehler. Die deutschen Maschinengewehre mähten die sich im Gegenlicht deutlich abzeichnenden russischen Soldaten regelrecht nieder. Der Angriff entwickelte sich zu einem Desaster. Schukow warf nun seine Panzer in die Schlacht, die reihenweise von deutschen Panzerfaustschützen - wie hier zu sehen - abgeschossen wurden. Doch den Verteidigern ging bald die Munition aus. Am 19. April brachen die Russen schließlich durch. 30 000 Rotarmisten und 12 000 Deutsche hatten die Schlacht nicht überlebt.

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(Foto: SZ Photo)

Weiter südlich überrollten die sowjetischen Truppen der 1. Ukrainischen Front unter Marschall Konew die schwachen deutschen Stellungen entlang der Lausitzer Neiße. Für Gegenangriffe hatte die Wehrmacht keine Kräfte mehr. Die 9. Armee, die mittlerweile südlich von Berlin stand, wurde eingekesselt und im berüchtigten "Kessel von Halbe" vernichtet. Rund 40 000 deutsche Soldaten und Zivilisten verloren dabei ihr Leben. Hier stoßen russische T-34 Panzer vor. Im Straßengraben liegen die Leichen getöteter deutscher Verteidiger.

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(Foto: SZ Photo)

Am 20. April 1945, Hitlers letztem Geburtstag, fiel Nürnberg und südlich von Berlin tauchten die ersten russischen Panzer auf der Autobahn auf. Fünf Tage später trafen sich die sowjetischen Angriffsspitzen nordwestlich von Potsdam. Die Hauptstadt war damit eingeschlossen. Zu einem großangelegten Entlastungsangriff kam es nicht mehr. Die dazu vorgesehene 4. Panzerarmee zog sich stattdessen kämpfend von Dresden nach Böhmen zurück. Auch die SS-Truppen der "Armeegruppe Steiner", auf die Hitler seine letzte Hoffnung gesetzt hatte, existierten nur noch auf dem Papier - Berlin würde auf sich alleine gestellt kämpfen müssen. Hier errichten Volkssturmmänner aus einer zerstörten Straßenbahn eine Wegblockade.

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(Foto: SZ Photo)

Trommelfeuer aus unzähligen Rohren und pausenlose Angriffe sowjetischer Schlachtflieger kündigten den Sturm auf Hitlers letzte Bastion an. Rund 100 000 Verteidiger, mehr als die Hälfte davon Volkssturm und Hitlerjungen, sollten den Ansturm von rund 2,5 Millionen Rotarmisten stoppen. Verstärkt wurden sie von 250 unglücklichen Marinesoldaten, die auf Geheiß von Großadmiral Karl Dönitz noch am 25. April in die belagerte Hauptstadt geflogen wurden. Die meisten von ihnen starben bei der der Verteidigung der Reichskanzlei. Hitler selbst befand sich im "Führerbunker", tief unter der Erde. Hier laden russische Soldaten einen der gefürchteten "Katjuscha"- Mehrfachraketenwerfer, von den Deutschen "Stalinorgel" genannt. Die ungenauen Geschosse unterschieden nicht zwischen Zivilisten und Soldaten. Tausende Berliner starben im Bombenhagel.

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(Foto: SZ Photo)

Im Angesicht des Untergangs wurde es um den Diktator zusehends einsamer. Hermann Göring telegrafierte am 23. April aus Berchtesgaden, dass er Hitlers Nachfolge antreten werde, sofern dieser in Berlin verweile. Noch am selben Tag erfuhr Hitler zudem von Heinrich Himmlers Versuchen, mit den Alliierten einen Separatfrieden zu schließen. Hitler ließ daraufhin Himmlers Verbindungsoffizier Hermann Fegelein erschießen. Unser Bild zeigt Hermann Göring im März 1945 am Ehrenmal Unter den Linden, anlässlich des "Heldengedenktages". Göring hielt sich noch bis zu Hitlers Geburtstag in der Stadt auf, um sich danach wie viele andere führende Parteikader in Sicherheit zu bringen.

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(Foto: SZ Photo)

Hitler verließ Berlin nicht mehr. Nachdem ihm General Weidling am 29. April erklärte, dass die Verteidigung in den nächsten 24 Stunden zusammenbrechen würde, setzte der Diktator sein Testament auf. Tatsächlich begann bereits am nächsten Tag kurz nach 14 Uhr der finale Sturm auf den Reichstag. Gegen 15.30 Uhr beging Hitler gemeinsam mit Eva Braun Selbstmord - der europäische Alptraum näherte sich endgültig seinem Ende. Im Reichstag hielten die letzten Verteidiger noch bis in die Abendstunden weiter aus, vor allem dank des Unterstützungsfeuers des Flakturmes im Berliner Zoo. Kurz nach 22 Uhr wehte auch vom Dach des Reichstages die sowjetische Fahne. Auf diesem Foto besichtigen Rotarmisten am 1. Mai 1945 den immer noch brennenden Reichstag.

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(Foto: SZ Photo)

In den Ruinen Berlins endete auch für Tausende Nazi-Sympathisanten aus ganz Europa der Traum von der "Neuen Ordnung". Da ihnen in ihrer Heimat der Galgen drohte, blieb den Resten der "europäischen SS" nur noch der gemeinsame Untergang mit dem Mann, dem sie die Treue geschworen hatten. Neben den Norwegern, Belgiern, Dänen, Schweden und Niederländern der SS-Division "Nordland" waren es vor allem die Franzosen der SS-Division "Charlemagne", die bis zur letzten Minute verzweifelt weiterkämpften. Auch die lettische Waffen-SS, deren Veteranen bis heute jährlich durch Riga marschieren, befand sich bis zum Ende im Kessel. Auf einem früheren Bild sind französische Freiwillige der "Légion des volontaires français contre le bolchévisme" bei ihrem Transport an die Ostfront zu sehen.

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(Foto: SZ Photo)

Die kleine Gruppe Franzosen, die aus dem Berliner Inferno entkommen war, wurde im Westen ausgerechnet von den freifranzösischen Streitkräften unter General LeClerc aufgegriffen. Das Bild vom Zusammentreffen französischer Soldaten in deutscher und amerikanischer Uniform zeigt wohl besser als jedes andere die Zerrissenheit Frankreichs nach fünf Jahren Krieg, Besatzung und Kollaboration. Kurz nach dieser Aufnahme wurden die SS-Männer auf Befehl LeClercs (Mitte mit Stock) ohne weitere Verhandlung erschossen.

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(Foto: SZ Photo)

Zeitgleich mit der Schlacht um Berlin endete auch in Österreich nach sieben Jahren die Herrschaft des Nationalsozialismus. Die dort stationierten Wehrmachtsverbände waren in den vergangenen Kämpfen um Ungarn weitestgehend aufgerieben worden. Nur mehr 22 000 Soldaten und 52 Panzer verblieben den Deutschen zur Verteidigung Wiens, allerdings war der Anteil an fanatischen Waffen-SS Männern hoch. So zog sich der Kampf um Wien und den Wienerwald trotz zehnfacher Überlegenheit der Sowjets wochenlang hin und forderte hohe Opfer auf beiden Seiten. Erst am 23. April kapitulierten die letzten Verteidiger.

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(Foto: SZ Photo)

Im Gegensatz zu anderen Städten, die in der Endphase des Krieges sinnlos verteidigt und zerstört wurden, gab es in Wien ernsthafte Bestrebungen zur kampflosen Übergabe. Österreichische Wehrmachtsoffiziere unter Major Carl Szokoll nahmen mit den Sowjets Kontakt auf und boten ihre Zusammenarbeit an. Die Operation mit dem Decknahmen "Radetzky" wurde allerdings frühzeitig von der Gestapo aufgedeckt und die Verschwörer anschließend öffentlich an Laternenmasten aufgehängt. Szokoll selbst wurde rechtzeitig gewarnt und konnte sich retten. Unser Bild zeigt die Leichen ermordeter Widerstandskämpfer am Wiener Floridsdorfer Spitz.

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(Foto: SZ Photo)

An der Verteidigung Österreichs war auch eine der der obskursten Schöpfungen der Wehrmacht beteiligt: die 1. Division der "Ukrainischen Nationalarmee", ehemals "14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)". Aufgestellt im April 1945 und offiziell auf die Ukraine vereidigt, zeigte diese Formation, wie die NS-Kriegsmaschinerie vollkommen unbeirrt durch die Realität weiterlief. Im Gegensatz zu den Soldaten ihres russischen Äquivalentes, General Wlassows "Russischer Befreiungsarmee", hatten die Ukrainer das Glück, nicht an die Sowjets ausgeliefert zu werden. Wegen des Namenszusatzes "galizisch" wurden sie von den Briten als polnische Einheit eingestuft. Das rettete den Männern das Leben. Unser Bild zeigt ukrainische SS-Soldaten mit ihrem Divisionskommandeur im Jahr 1944.

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(Foto: SZ Photo)

Das letzte große Drama des Zweiten Weltkrieges spielte sich im immer noch von den Deutschen besetzten Prag ab. Ermuntert vom Fall Berlins erhoben sich die Tschechen am 5. Mai zum offenen Aufstand. Doch solange ihnen kein freies Geleit nach Westen zugesichert wurde, dachten die rund 900 000 verbliebenen deutschen Soldaten der Heeresgruppen "Mitte" und "Ostmark" nicht daran, den Kampf einzustellen. Militärisch standen die Aufständischen damit auf verlorenem Posten. Rund 3000 Tschechen wurden in Prag zusammengetrieben und von der SS ermordet. Als schließlich die Rote Armee eingriff, kam es zu schweren Gefechten mit bis zu 11 000 Toten auf russischer Seite - fast zwei Wochen nach Hitlers Tod. Erst am 11. Mai, dem Ende der "Prager Operation", herrschte wirklich Waffenstillstand in Europa. Unser Bild zeigt tschechische Aufständische mit einem in den Škoda Werken erbeuteten deutschen Jagdpanzer mit der Aufschrift "Tod den deutschen Mördern".

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(Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)

In Berlin kam es noch bis zum 4. Mai zu vereinzelten Gefechten mit Fanatikern, die sich weigerten zu kapitulieren. Danach war die Wehrmacht auf deutschem Boden endgültig geschlagen. Im Bild: Der Potsdamer Platz im Mai 1945 nach Ende der Kampfhandlungen. Im Vordergrund ein zerstörtes deutsches Flakgeschütz, im Hintergrund der Potsdamer Bahnhof.

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(Foto: SZ Photo)

Inklusive der Gefechte um die Seelower Höhen war der Kampf um Berlin einer der blutigsten des gesamten Weltkrieges. Mindestens 80 000 Russen starben dabei, Hundertausende wurden verwundet. Die Zahl der deutschen Todesopfer ist nicht mehr genau festzustellen, doch wird sie auf etwa 100 000 Soldaten und ebenso viele Zivilisten geschätzt. Das Einzige, was der Wehrmacht noch blieb, war die bedingungslose Kapitulation. Hier unterzeichnet Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel am 8. Mai 1945 die Kapitulationsurkunde der deutschen Wehrmacht im Hauptquartier des russischen Marschalls Schukow in Berlin-Karlshorst.

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