Syrien:Vorgehen gegen IS-Terrormiliz

Russland hat eine UN-Sondersitzung einberufen, um die Krisen in Syrien und anderen Nahost-Staaten zu beraten. Frankreich will in den nächsten Wochen mit Luftschlägen gegen den IS in Syrien beginnen.

Russland hat eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats auf Ministerebene einberufen, um die Krisen in Syrien und anderen Nahost-Staaten zu beraten. Vize-Außenminister Gennadi Gatilow kündigte die Sitzung der Nachrichtenagentur RIA zufolge für den 30. September an. Russland hat im September den Vorsitz des Gremiums inne. Die Sondersitzung solle die Konflikte im Zusammenhang mit den terroristischen Bedrohungen erörtern. Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine gemeinsame Anti-Terror-Allianz gegen die Islamistenmiliz IS vorgeschlagen. Zugleich hat Russland offenbar seine Unterstützung für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad ausgebaut. Die von Frankreich angekündigten Luftangriffe auf den IS in Syrien sollen in den nächsten Wochen beginnen. Sobald exakte Ziele identifiziert seien, gehe es los, sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Mittwoch im Sender France-Inter. Französische Kampfjets beteiligen sich bereits seit Längerem an Angriffen auf den IS im Irak. Erstmals haben auch australische Kampfflugzeuge den IS in Syrien angegriffen. Das sagte Verteidigungsminister Kevin Andrews am Mittwoch dem australischen Sender ABC. Australien ist derzeit mit sechs Kampfflugzeugen an der internationalen Anti-IS-Koalition beteiligt.

© SZ vom 17.09.2015 / SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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