Hitzewelle:Rettungsaktion für Fische im Deininger Weiher

Der Deininger Weiher ist derzeit so warm, dass ein Fischsterben droht. Für Badegäste besteht keine Gefahr. (Foto: Claus Schunk)

Wegen der Hitze bekommen die Fische im Deininger Weiher zu wenig Sauerstoff. Deshalb wird das Wasser des Moorsees mit einer Pumpe umgewälzt.

Das Wasser des Deininger Weihers muss mit Sauerstoff angereichert werden, um ein Fischsterben in dem Moorsee in der Gemeinde Straßlach-Dingharting zu verhindern. Voraussichtlich bis Freitag werde das Wasser im Weiher mit Hilfe einer großen Pumpe des ABC-Zugs München-Land umgewälzt, gab das Landratsamt am Montagnachmittag bekannt. Das Ansaugen und Wiedereinleiten des Wassers führt zu einer Anreicherung mit Sauerstoff.

Teile des Ostufers sind für Badegäste gesperrt

Solange das Wasser im See umgewälzt wird, bleiben Teile des Ostufers gesperrt. Die Verwaltung im Landratsamt geht davon aus, dass die Arbeiten am Freitag eingestellt werden können. Dann, so die aktuellen Vorhersagen des Wetterberichts, könnten die Temperaturen wieder etwas abkühlen. Die im "vermeintlich kühlen Nass lebenden Fische" spürten aber momentan die Auswirkungen der "wochenlangen Hochtemperaturen", schreibt Landratsamtssprecherin Christina Walzner. Der immer weiter sinkende Sauerstoffgehalt des Wasser könne "für die Fische lebensbedrohlich werden".

Für Menschen bestehe im See trotz der warmen Wassertemperaturen keine Gesundheitsgefahr, so Walzner. Die Wasserqualität werde im zweiwöchigen Turnus vom Gesundheitsamt überprüft - die zuletzt erfolgte Kontrolle in der vergangenen Woche verlief ohne Beanstandungen. Der Weiher, ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger und Schwimmer, kann am Ostufer über den höher gelegenen Waldweg auch weiter umwandert werden.

© SZ vom 07.08.2018 / müh - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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