München heute:SZ Kultursalon mit Bernd Sibler / Tierpark braucht Geld / Kinderärzte im Stress

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Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Susanne Hermanski

"Leicht" ist gar nichts für die meisten Kulturschaffenden an dem aktuellen Lockdown light. Im Gegenteil, vielen Musikern etwa kommt die Lage wie ein Berufsverbot vor. Das hat ökonomische Folgen, klar, aber auch massive psychische. Menschen, die sich irgendwann entschieden haben für Publikum zu arbeiten, die brauchen auch dessen Rückmeldung. Und auch wenn sie damit nie das ganz große Geld verdienen, haben sie sich bislang nie als Almosen-Empfänger verstanden, zu denen sich besonders die Leute der Freien Szene jetzt degradiert sehen. Politiker, die ebenfalls Publikum brauchen und selten Spitzenverdiener sind, sollten dafür großes Verständnis haben.

Der führende Kulturpolitiker im Freistaat und damit in der Landeshauptstadt München ist Bernd Sibler, Minister für Wissenschaft und Kunst. Eine Woche vor dem very heavy Kultur-Lockdown war er auf der Demo "Aufstehen für Kultur". Er stand als Redner auf dem Königsplatz, vor hunderten Demonstranten. Ich hatte den Eindruck, er genoss den Auftritt nicht besonders. Schon damals war ihm wohl klar, dass all die Bemühungen der Veranstalter, Theaterleute & Co., ihrem Publikum AHA-konforme, sichere Orte zu bieten, von der Politik mit einem kernigen "Trotzdem-Pech-Gehabt" quittiert würden. All die - wie zuvor gefordert - rausgerissenen Sitzplätze, teuren Plexiglas-Trennscheiben, Belüftungsapparaturen: vergebens.

Morgen sprechen mein Kollege René Hofmann (Ressortleiter München/Region/Bayern) und ich (Leiterin Kultur & SZ Extra) mit Bernd Sibler im SZ Kultursalon. Wir laden Sie herzlich dazu ein, beim Live-Stream dabei zu sein.

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