Sendlinger Wald:Wie der Südpark autofrei werden kann

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Beim Zusammenwachsen der Südpark-Hälften geht es vor allem um den Umgang mit der Höglwörther Straße, einer bisher den Autos vorbehaltenen Nord-Süd-Verbindung. (Foto: Robert Haas)

Die beiden Teile der 60 Hektar großen Grünanlage sollen verschmelzen, um den Erholungswert zu steigern. Das Mobilitätsreferat will nun eine Straßensperrung prüfen lassen, Lokalpolitiker sprechen von "Geldverschwendung".

Von Jürgen Wolfram

Für die Grünen im Münchner Stadtrat sowie für einige Mitglieder der beiden involvierten Bezirksausschüsse ist es eine bestechende Idee: die beiden Teile des Südparks, auch Sendlinger Wald genannt, zu einem Gebilde zusammenzuführen, um auf diese Weise den Kfz-Verkehr weitgehend zu eliminieren und den Erholungswert der 60 Hektar großen Grünanlage zu steigern. Dieses Ziel könnte die partielle Sperrung der Höglwörther Straße erreichen. Derzeit wird der Südpark noch von dieser in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Verkehrsachse zerteilt.

Das Mobilitätsreferat greift nun einen Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion auf - die Möglichkeit einer Fusion der beiden Parkhälften unter Beibehaltung von Busspuren und Radwegen zu prüfen. Einem Antrag des Bezirksausschusses Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln zufolge sollen ferner die möglichen Auswirkungen einer Sperrung der Höglwörther Straße auf Höhe der Zielstattstraße genauer untersucht werden.

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Kritische Stimmen von Anwohnern hierzu waren bereits zu vernehmen. Sie befürchten, weite Umwege fahren zu müssen, wenn die direkte Verbindung zwischen Boschetsrieder und Murnauer Straße wegfiele. Im politischen Spektrum teilen vor allem CSU-Kommunalpolitiker diese Bedenken. Aber auch Günter Keller (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses Sendling-Westpark, zeigt sich skeptisch: "Bei der Untersuchung wird mit ziemlicher Sicherheit herauskommen, dass man die Höglwörther Straße nicht sperren kann." Manche Lokalpolitiker sprechen im Zusammenhang mit dem Vorgehen der Stadtverwaltung gar von "Geldverschwendung". Für die vom Mobilitätsreferat angeregte Studie votierten dennoch beide Bezirksausschüsse.

Ein externer Gutachter soll die vorgeschlagene Verkehrsberuhigung untersuchen

Der Südpark hat in den vergangenen Jahren durch Pflanzungen, bauliche Maßnahmen und die Ergänzung des Spiel- und Sportangebots an Attraktivität gewonnen. Doch mit der Verwandlung in ein zeitgemäßes Freizeitparadies ist bisher keine Beruhigung des Straßenverkehrs verbunden gewesen. Ob und wie diese nachgeholt werden könnte, soll jetzt besagte Untersuchung durch einen externen Gutachter klären. Dafür werden 60 000 Euro bereitgestellt.

Themenschwerpunkte der Expertise sind unter anderen die zu erwartenden Verlagerungen des Kfz-Verkehrs, ein Erschließungskonzept für den motorisierten Individualverkehr und den Fußgänger- und Fahrradverkehr sowie die Auswirkungen auf den Öffentlichen Personennahverkehr.

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