Nordrhein-Westfalen:Sabotage an Strommast - Staatschutz ermittelt

Im Tagebau Garzweiler knickte kürzlich ein Strommast ein, nachdem er angesägt worden war - durch Linksextremisten? (Foto: Thomas Banneyer/DPA)

Auf dem Gelände des Tagebaus Garzweiler ist ein 80 Meter hoher Strommast abgeknickt. Die Polizei vermutet, dass der Schaden absichtlich herbeigeführt wurde.

Ein 80 Meter hoher Strommast auf dem Gelände des Tagebaus Garzweiler südlich von Mönchengladbach ist durch Fremdeinwirkung abgeknickt. Das hätten die Ermittlungen inzwischen bestätigt, erklärte die Polizei Aachen. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Ein RWE-Mitarbeiter hatte den eingeknickten Strommast am Freitagnachmittag entdeckt und die Polizei alarmiert. Auf Fotos war zu sehen, dass an dem Mast Schrauben gelöst wurden und Teile offenbar weggesägt wurden.

Nach Angaben von RWE versorgt der Mast den Tagebau, aber auch ein Wasserwerk mit Strom. Zur Sicherheit waren zwei der vier über den Mast laufenden Stromkreise abgeschaltet worden. Der Tagebau Garzweiler bleibt aber weiter in Betrieb. Andere Masten sind laut RWE nicht betroffen. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

© SZ/dpa/mt - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Kohleausstieg
:Mitsprache im Kohlerevier

Nach dem auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg will Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) die Bürger am Rande des Tagebaus Garzweiler II intensiver als bislang vorgesehen beteiligen. Früheren Bewohnern der fünf nun geretteten ...

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: