Deutsche Bahn:Sonnige Zahlen, heiße Züge

Die Deutsche Bahn hat dank angesprungener Konjunktur deutlich mehr Umsatz gemacht. Doch die Pannenserie lässt den Konzern nicht los.

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2010 deutliche Zuwächse verzeichnet. Angesichts der anziehenden Konjunktur erwartet das Unternehmen im Gesamtjahr 2010 einen Umsatz von bis zu 32 Milliarden Euro. Man werde an diese Zahl wohl herankommen, sagte Finanzvorstand Richard Lutz. Dies wäre ein Plus von rund zehn Prozent gegenüber 2009.

Die Deutsche Bahn und ihre Prognose: Der Konzern erwartet für 2010 einen Umsatz von bis zu 32 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 1,8 Milliarden Euro auf 16,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 12,8 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um 26,1 Prozent auf 846 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresergebnis.

"Wir sind zurück auf Wachstumskurs", sagte DB-Chef Rüdiger Grube. Die Zuwächse seien aber nicht nur der Konjunktur zu verdanken. "Mit den Maßnahmen zur Verbesserung unserer Kostenstrukturen haben alle Führungskräfte und Mitarbeiter wesentlich zu diesen guten Zahlen beigetragen", hieß es weiter.

Angesichts der Pannenserie der vergangenen Monate kündigte Grube an, die Bahn werde in den kommenden Jahren Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Qualität zu verbessern. In den vergangen Wochen war es zu Problemem mit den Klimaanlagen in ICEs gekommen. Ab einer Temepratur von 32 Grad Celsius fielen sie vielfach aus. Teils herrschten deswegen in Zügen extreme Temperaturen, eine Reihe von Fahrgästen musste dehydriert von Ärzten behandelt werden und fallweise auch ins Krankenhaus gebracht werden. Als Entschädigung habe die Bahn bereits an 5627 Fahrgäste insgesamt 374.000 Euro gezahlt.

© sueddeutsche.de/Reuters/apn/AFP/stl - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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